Apfelallergie? Alte Sorten oft verträglicher!
Mit dem Frühling hat für viele Pollen-Allergiker wieder die anstrengendste Zeit des Jahres begonnen. Frühblüher wie Birke, Hasel und Erle machen ihnen zurzeit das Leben schwer. Doch damit nicht genug: Häufig reagieren Baumpollen-Allergiker auch auf Apfelallergie.
Verhängnisvolle Verwandtschaft
Der Grund der Apfelallergie liegt in der engen botanischen Verwandtschaft: Die Allergene der Baumpollen kommen in ähnlicher Form auch in Lebensmitteln – beispielsweise in Äpfeln – vor und können somit die gleichen Krankheitssymptome hervorrufen. Man spricht dann von einer sogenannten Kreuzallergie. Wer unter Apfelallergie leided, muss jedoch nicht immer komplett auf dieses Obst verzichten. Oft sind es lediglich rohe Äpfel, die Beschwerden auslösen. Als Mus oder im Kuchen werden sie meist vertragen, da die Eiweißbausteine, die die Allergie hervorrufen, beim Kochen oder Backen zerstört werden.”
Bessere Verträglichkeit bei Apfelallergie
Aber nicht nur die Zubereitung der Äpfel spielt bei Apfelallergie eine Rolle, sondern offenbar auch die Sorte. Ältere Arten wie etwa Boskop, Gloster, Goldparmäne oder Gravensteiner wirken offenbar weniger Apfelallergie auslösend als die relativ neuen Sorten Golden Delicious, Granny Smith, Jonagold oder Cox Orange. „Um eine allergische Reaktion zu vermeiden, sollten Betroffene jedoch keinen Selbstversuch unternehmen, sondern mit einem Allergologen darüber sprechen“, rät Rudischer. „Dass die älteren Sorten oft verträglicher sind, liegt vermutlich an dem unterschiedlich hohen Anteil der Phenole“, so die Ernährungsexpertin weiter. Phenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und verleihen den Äpfeln ihre Farbe und ihren säuerlichen Geschmack. Um diesen zu reduzieren, wurden sie aus den neuen Arten herausgezüchtet. Dagegen enthalten die alten Apfelsorten, die man insbesondere in Bioläden und Wochenmärkten findet, relativ viele Phenole. Und sie haben noch einen weiteren Vorteil: Ihr Vitamin-C-Gehalt ist höher als bei den jüngeren.




















